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18 Mai 2008 - Special: Besuch auf der Games08 in Berlin
geschrieben von PowerPyx
Mai 18, 2008, 16:58:00
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Es war Freitag gegen Mittag und zum Glück hatte ich keinerlei Vorlesungen. Beste Voraussetzungen also, um den beschwerlichen Weg auf mich zu nehmen und mit der S-Bahn durch Berlin nach Spandau zu ziehen. Dort fand letzte Woche die Games08 statt, eine Veranstaltung im Einkaufszentrum Spandau-Arcaden Hier wurden viele Spiele zum Probespielen angeboten. Da nun Fußball und Autorennen nicht so meinen Geschmack treffen und ich stilecht (natürlich!) in ein Good Guy Shirt mit großem blauen Sacred Logo gekleidet war, blieb ich (wie zugegebenermaßen vorher geplant ;) ) am Stand von Sacred 2 stehen. Dort waren erstmal alle PCs belegt (war ja abzusehen …), so dass ich mich ein wenig mit den anwesenden Mitarbeitern von Ascaron und dem Qualitätssicherungsteam von Quality 4 unterhalten konnte. Nach kurzem Gespräch und anerkennendem Nicken ob des Shirts von der Games Convention, wurde dann einer der kleinen Dauerzocker mit Brechstange von der Tastatur gehebelt und extra für mich ein Kampagnenserver gestartet. Also nichts wie rein in die knappen Klamotten der Hochelfe und los gehts. Wie bereits auf der Roleplay Convention begann ich mit Feuerball und meinem kleinen fackelnden Begleiter loszuschnetzeln. Da ich nun schon ein wenig Erfahrung gesammelt hatte, ließ mich der Ausblick auf die Anfangsregion mit den einfachen Gegnern kalt und so teleportierte meine Hochelfe gleich in die 2. Region. Da man auf Level 1 und ohne Skills immer noch Cast/Regzeiten jenseits von Gut und Böse hat, war die Aktion natürlich mit gewisser Laufarbeit verbunden, doch was so eine echte Hochelfe ist, die beschwert sich nicht über Blasen an den Füßen und abgebrochene Hacken. Dazu ist sie auch viel zu sehr beschäftigt, denn die Gegner sind nicht ganz ohne. Mit hocherhobenen Hauern sprinten sofort die Wildschwein Champions auf das feurige Gespann zu und wollen den Bratspieß mal umdrehen und Elfenschaschlik aus meiner Süßen machen. Die Hochelfe bleibt jedoch kühl und brät so schnell es die Cooldownzeit erlaubt Feuerbälle raus (wie auch immer man da cool bleiben soll o_O ) und so fliegt das Ferkel kurz darauf mit einem spektakulären Ragdoll Effekt durch die Luft bleibt dann am Boden liegen. Sofort kommt die Gier in mir hoch und ich nehme alles mit was das Schweinchen so hat fallen lassen. Leider haben die Items noch keine weiteren Stats außer Schaden (Dafür werd ich langsamer D'oh). Brauch ich aber auch nicht, denn ich mach ja keinen Nahkampfschaden. Es fällt auf jeden Fall genug Sammelbares an, wenn man sich so durch die Massen schnetzelt. Allerdings sollte die Droprate noch ein wenig adjustiert werden, da deutlich häufiger gelbe Gegenstände herumlagen als blaue. Hierzu muss man aber der Fairness halber sagen, dass weder die Droplogik, noch das Balancing final sind. Mir wurde sowohl von Seiten des Ascaron Marketings (in Person von Stefan Hinz) als auch von Quality 4 (in Person von Michael Höhndorf) bestätigt, dass daran bis zum Release noch stark gearbeitet wird. Insofern erwarte ich bis zum Release in diesen beiden Bereichen noch deutliche Änderungen. Runen hab ich leider in diesem Durchgang keine gefunden, aber da von jeder Kampfkunst bzw. jedem Buff (später dazu mehr) eine Rune eingelesen war, konnte ich alles benutzen. So zieht die Hochelfe weiter durch die wunderschön gestaltete Welt und sucht sich neue Erfahrungspunkte (profan auch Gegner genannt).
Was an den Tischen neben mir für erbitterte Kämpfe sorgte, mir aber bis dato noch nicht wirklich ins Auge gesprungen war, war eine kleine Anzeige am rechten Bildschirmrand. Dort wurden die Punkte gezählt, die es für jeden erlegten Gegner zu ergattern gab. Mit der Zeit hatte sich bei mir auch schon ein Vorrat von knapp 50000 Punkten angesammelt. Nun guggte ein Knirps vom Nebentisch mal kurz rüber und musste seine fachmännische Meinung kundtun: „hmm, ne 5 vorne, das is ja schon nett. Wenn du vorne ne 7 hast, bist du so gut wie ich vorhin.“ Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen, dass ein kleiner unerfahrener Knopf mehr Punkte macht, also bin ich per Teleporter von der Startinsel ins Orkgebiet gewandert und habe den dort ansässigen Goblins (klein, nervig, viele), Orks (kräftig und nicht zu unterschätzen) und Ogern (böse groß aber irgendwie relativ schnell staubnasig) den Hintern versohlt. Das gab ordentlich Punkte und war je nach Gegnertyp auch garnicht so schwer. Wovor man sich aber auf jeden Falle in Acht nehmen musste, waren die Magier/Schamanen der Gegner. Die großen kapuzetragenden Magier waren schon optisch so imposant, dass man die gebührende Vorsicht walten lässt, aber viel gemeiner waren die kleineren roten Schamanen. Die lassen nämlich feige aus dem Hinterhalt Frostringe und Feuerregen auf mich herab. Da muss man höllisch aufpassen, denn sonst ist man schneller gebratener Gefrierbrand als man T-Energie sagen kann. Die Runde näherte sich ihrem Ende und ich konnte mit guten 94000 Punkten meinen Erfahrungssieg über meinen Nachbarn feiern (eigentlich armselig, aber das Ego ist schon eine komische Sache…) Dann musste ich allerdings hören, dass einer der Quality 4 Mitarbeiter beim Testspielen auf einem 20 Minuten Server 120000 Punkte geschafft hatte… Da war das Ego wieder in den Sphären wo es hingehörte ;) Damit nun auch wieder andere spielen konnten, hab ich dann meinen Platz geräumt und bin noch ein wenig durchs Haus spaziert, da Stefan Hinz den ich von Birne grüßen sollte, gerade einer hochwichtigen Arbeit nachging (was sonst könnte jemanden von Sacred 2 fernhalten). Knappe 10 Minuten später war ich allerdings schon wieder am Stand (irgendwo muss da ein Magnet versteckt gewesen sein) und nun war Stefan auch da und wir kamen ins Gespräch über alles mögliche was uns so einfiel. Ich kam nicht umhin doch nochmal nachzufragen wie man denn in 20 Minuten auf 120k Punkte kommen kann und bekam dann ein paar hilfreiche Erklärungen, die ich wenig später dann wieder an einem Kampagnenserver in die Tat umsetzen konnte. Ich ersetzte den Feuerball durch einen imposanten Meteorregen und den Feuerdämonenbuff durch einen Regenerationsbuff. Damit konte ich mich nun gleich mit Lvl 1 in das Orkgebiet wagen, wo Gegner mit Lvl 12 auf mich warteten. Kaum hatte ich mit viel Laufarbeit den ersten Ork in den Staub geschickt, durfte ich Leveln und meine Skillpunkte verteilen. 1x Ausdauer für die Kampfkunstregeneration und 1x konzentration für den 2. Buff Slot (ja Buffs haben Extraslots und sind dann wenn einmal ausgelöst immer aktiv) und den 2. Kampfkunstslot (wobei ich mir hier grad nicht sicher bin ob das an Konzentration oder am Level lag). Nun kam als 2. Angriffszauber noch der Schneesturm dazu und ab ging die Party. Mobs pullen und dann einen Schneesturm auf die große Truppe. Wer dann noch stand, musste mit meteoritenbedingten Kopfschmerzen rechnen. Auf diese Weise konnte man in nullkomma nix selbst größere Gegnergruppen zu Asche verwandeln, besonders wenn man noch so hübsche Skills wie Infernokunde, Infernofokus, Sturmkunde und Sturmfokus benutzen darf. Mit diesen Kampfkunst/Skill-Kombinationen wurde die Hochelfe zur rasenden Wildsau (natürlich nur im Dienst, privat ist sie handzahm ;) ) und für meinen Geschmack fast schon zu stark. Dem stimmte mir auch sofort Michael Höhndorf von Quality 4 zu, der sich lange mit mir über Balancing und meine Meinung zu den verschiedensten Aspekten von Sacred 2 unterhalten hat. Auf die Frage hin, wie man denn diese Kombination abschwächen könnte, ohne dass der Spielspaß dabei auf der Strecke bleibt, wusste ich so auf Teufel komm raus nicht so recht eine Antwort, aber nach ein wenig nachdenken fiel mir dann auf, dass die Skills die Castingzeiten soweit runtergetrieben hatten, dass man dauernd nur am Zauber wirken war (Wohlgemerkt immer noch komplett ohne Boni von Items!). Da könnte man also ansetzen, dass man die Castingzeiten und den Schadensoutput entsprechend anpasst. Auch meinen ersten Bug konnte ich melden :) Normalerweise waren sämtliche Flüsse und Gewässer immer No-Go-Areas, doch an einer Stelle hatte ich bereits auf der RPC in Münster die Möglichkeit entdeckt mit den Kampfsprung des Schattenkriegers in den Fluss zu hopsen und dann gemütlich darin herumzulaufen. Es fehlte einfach die Markierung als nichtbetretbares Gebiet. Während ich dann so lustig durch den Fluss lief, staubte es auf einmal statt hinter mir auch noch vor mir. Etwas irritiert ging ich mit der Kamera in die Nahperspektive und sah am Flussboden Hasen herumhoppeln die die Staubwolken verursachten. (Staubwolken im Fluss sind ja schon ein wenig irritierend, aber da es nicht gewollt ist, dass man im Fluss wandert, wird das wohl nicht wirklich auffallen). So, nachdem ich nun lange genug über das Spiel gequasselt habe (obwohl… genug is Ansichtssache, eigentlich will ich auch jetzt wo ich hier am Laptop sitze und tippe liebend gerne weiterzocken, vielleicht mal die Sera und den Schattenkrieger ausprobieren, die nun wegen der süßen Hochelfe ein wenig kurz kamen…. aber man kann eben nicht alles haben. Wie zu Erwarten, war der Stand mit den 10 Rechnern hauptsächlich von Vertretern männlichen Geschlechts und jüngerem Alter bevölkert. Dass aber gerade die Kinder die Dauerzocker waren, die man teilweise mit sanfter Gewalt (in Form der spielabbrechenden ESC-Taste) vom Rechner lösen musste, hätte ich nicht erwartet. Da war natürlich für die Testverantwortlichen (denn nichts anderes war es, ein mobiler Betatest) etwas unschön, denn so junge Spieler haben einfach noch nicht die Erfahrung die man braucht, um gute von weniger guten Spielen zu unterscheiden und mit konstruktiven Hinweisen dazu beizutragen, dass Sacred 2 ein mehr als gutes Spiel wird. Aber es kamen auch ältere Spieler und zu meinem besonderen Vergnügen auch viele Frauen, um sich Sacred 2 anzuschauen. Mehrfach konnte ich dabei zusehen, wie Leute die noch nie wirklich Computer gespielt hatten (eigene Aussage) und ein wenig Angst davor hatten, mit der Steuerung nicht klarzukommen, nach wenigen Minuten und Erklärungen großen Spaß am Spiel und den Figuren hatten. Mein Highlight bezüglich Spieler jedoch war ein Pärchen das am Stand vorbei lief. Der Mann schaute ganz interessiert dem Treiben auf dem Bildschirm zu und hätte sicherlich auch gern mitgemacht, aber seine Freundin zog ihn mit den Worten „Nein du fängst jetzt nich an zu spielen!“ weg. (Irgendwie erinnerte mich das an meine Beziehung, wo ich häufiger mal als „Spielkind“ tituliert werde. Is mir aber total egal, denn spielen entspannt und macht glücklich :) ) Alles in Allem kann ich sagen, dass mir das Spiel schon zum jetzigen Zeitpunkt richtig viel Spaß macht und zwar auf allen Ebenen. Man kann sowohl in aller Ruhe (wenn nicht die Gegner wären) sich die liebevoll gestaltete Umgebung (Steine am Strand sind 3D-Objekte, keine Bumpmapping Texturen) ansehen, als auch seinen Charakter in viele verschiedene Richtungen ausbauen (es gibt viel mehr Skills als in Sacred 1). Was leider noch nicht enthalten war, waren die Kampfkunst Mods. Damit kann man zB den Blitz der Seraphim zu einem Kettenblitz ausbauen oder ihn als besonders starke Entladung auf einen Gegner fokussieren. Diese Idee erwarte ich voller Spannung, da ich mir jetzt schon ausrechnen kann, wie viele verschiedene Charakter-Builds man damit basteln kann. Zu hoffen ist nur, dass die Anzahl der Slots im Multiplayer auch entsprechend ist ;) Was ich mir von den Devs noch wünsche, ist dass sie die Dev-Cam aus der Schulterperspektive auch für die Spieler freigeben, damit man Panoramabilder machen kann. Ansonsten: Daumen hoch, ich bin begeistert :) Die RAD-Communtiy bedankt sich bei unserem Member Imrael für diesen hervorragenden Bericht! Artikel in « Sacred2 - Fallen Angel »
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Was nun aber auffällt: eigentlich hatte ich bevor ich losgewandert bin meinen Feuerdämonen Buff aktiviert. Daraufhin kletterte ein brennendes, wie ein kleiner Affe ausehendes Wesen aus dem Boden und folgte mir. Nur irgendwie hat es sich mit der Zeit selbstständig gemacht und teleportierte sich nur alle Jubeljahre mal wieder in meine Gegenwart. Dieses Verhalten ist den Testern von Quality 4 aber bekannt und wird noch verbessert. 
Werd wohl bis September warten müssen) kann ich auch noch ein paar Impressionen vom Drumherum abgeben. 


