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Autor Thema: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?  (Gelesen 2251 mal)

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PowerPyx

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Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« am: November 17, 2007, 21:08:11 »

Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace von John Perry Barlow:

Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch
und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des
Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer
vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht
willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.

Wir besitzen keine gewählte Regierung, und wir werden wohl auch nie
eine bekommen - und so wende ich mich mit keiner größeren Autorität
an Euch als der, mit der die Freiheit selber spricht. Ich erkläre den
globalen sozialen Raum, den wir errichten, als gänzlich unabhängig
von der Tyrannei, die Ihr über uns auszuüben anstrebt. Ihr habt hier
kein moralisches Recht zu regieren noch besitzt Ihr Methoden, es zu
erzwingen, die wir zu befürchten hätten.

Regierungen leiten Ihre gerechte Macht von der Zustimmung der
Regierten ab. Unsere habt Ihr nicht erbeten, geschweige denn
erhalten. Wir haben Euch nicht eingeladen. Ihr kennt weder uns noch
unsere Welt. Der Cyberspace liegt nicht innerhalb Eurer
Hoheitsgebiete. Glaubt nicht, Ihr könntet ihn gestalten, als wäre er
ein öffentliches Projekt. Ihr könnt es nicht. Der Cyberspace ist ein
natürliches Gebilde und wächst durch unsere kollektiven Handlungen.

Ihr habt Euch nicht an unseren großartigen und verbindenden
Auseinandersetzungen beteiligt, und Ihr habt auch nicht den Reichtum
unserer Marktplätze hervorgebracht. Ihr kennt weder unsere Kultur
noch unsere Ethik oder die ungeschriebenen Regeln, die unsere
Gesellschaft besser ordnen als dies irgendeine Eurer Bestimmungen
vermöchte.

Ihr sprecht von Problemen, die wir haben, aber die nur Ihr lösen
könnt. Das dient Eurer Invasion in unser Reich als Legitimation.
Viele dieser Probleme existieren gar nicht. Ob es sich aber um echte
oder um nur scheinbare Konflikte handelt - wir werden sie
lokalisieren und mit unseren Mitteln angehen. Wir schreiben unseren
eigenen Gesellschaftsvertrag. Unsere Regierungsweise wird sich in
Übereinstimmung mit den Bedingungen unserer Welt entwickeln, nicht
Eurer. Unsere Welt ist anders.

Der Cyberspace besteht aus Beziehungen, Transaktionen und dem Denken
selbst, positioniert wie eine stehende Welle im Netz der
Kommunikation. Unsere Welt ist überall und nirgends, und sie ist
nicht dort, wo Körper leben.

Wir erschaffen eine Welt, die alle betreten können ohne Bevorzugung
oder Vorurteil bezüglich Rasse, Wohlstand, militärischer Macht und
Herkunft.

Wir erschaffen eine Welt, in der jeder Einzelnen an jedem Ort seine
oder ihre Überzeugungen ausdrücken darf, wie individuell sie auch
sind, ohne Angst davor, im Schweigen der Konformität aufgehen zu
müssen.

Eure Rechtsvorstellungen von Eigentum, Redefreiheit, Persönlichkeit,
Freizügigkeit und Kontext treffen auf uns nicht zu. Sie alle basieren
auf der Gegenständlichkeit der materiellen Welt. Es gibt im
Cyberspace keine Materie.

Unsere persönlichen Identitäten haben keine Körper, so daß wir im
Gegensatz zu Euch nicht durch physische Gewalt reglementiert werden
können. Wir glauben daran, daß unsere Regierungsweise sich aus der
Ethik, dem aufgeklärten Selbstinteresse und dem Gemeinschaftswohl
eigenständig entwickeln wird. Unsere Identitäten werden
möglicherweise über die Zuständigkeitsbereiche vieler Eurer
Rechtssprechungen verteilt sein. Das einzige Gesetz, das alle unsere
entstehenden Kulturen grundsätzlch anerkennen werden, ist die Goldene
Regel. Wir hoffen, auf dieser Basis in der Lage zu sein, für jeden
einzelnen Fall eine angemessene Lösung zu finden. Auf keinen Fall
werden wir Lösungen akzeptieren, die Ihr uns aufzudrängen versucht.

In den Vereinigten Staaten habt Ihr mit dem "Telecommunications
Reform Act" gerade ein Gesetz geschaffen, das Eure eigene Verfassung
herabwürdigt und die Träume von Jefferson, Washington, Mill, Madison,
Tocqueville und Brandeis beleidigt. Diese Träume müssen nun in uns
wiedergeboren werden.

Ihr erschreckt Euch vor Euren eigenen Kindern, weil sie Eingeborene
einer Welt sind, in der Ihr stets Einwanderer bleiben werdet. Weil
Ihr sie fürchtet, übertragt Ihr auf Eure Bürokratien die elterliche
Verantwortung, die Ihr zu feige seid, selber auszüben. In unserer
Welt sind alle Gefühle und Ausdrucksformen der Humanität Teile einer
umfassenden und weltumspannenden Konversation der Bits. Wir können
die Luft, die uns erstickt, von der nicht trennen, die unsere Flügel
emporhebt.

In China, Deutschland, Frankreich, Rußland, Singapur, Italien und den
USA versucht Ihr, den Virus der Freiheit abzuwehren, indem Ihr
Wachposten an den Grenzen des Cyberspace postiert. Sie werden die
Seuche für eine Weile eindämmen können, aber sie werden ohnmächtig
sein in einer Welt, die schon bald von digitalen Medien umspannt sein
wird.

Eure in steigendem Maße obsolet werdenden Informationsindustrien
möchten sich selbst am Leben erhalten, indem sie - in Amerika und
anderswo - Gesetze vorschlagen, die noch die Rede selbst weltweit als
Besitz definieren. Diese Gesetze würden Ideen als nur ein weiteres
industrielles Produkt erklären, nicht ehrenhafter als Rohmetall. In
unserer Welt darf alles, was der menschliche Geist erschafft,
kostenfrei unendlich reproduziert und distribuiert werden. Die
globale Übermittlung von Gedanken ist nicht länger auf Eure Fabriken
angewiesen.

Die zunehmenden feindlichen und kolonialen Maßnahmen versetzen uns in
die Lage früherer Verteidiger von Freiheit und Selbstbestimmung, die
die Autoritäten ferner und unwissender Mächte zurückweisen mußten.
Wir müssen unser virtuelles Selbst Eurer Souveränität gegenüber als
immun erklären, selbst wenn unsere Körper weiterhin Euren Regeln
unterliegen. Wir werden uns über den gesamten Planeten ausbreiten,
auf daß keiner unsere Gedanken mehr einsperren kann.

Wir werden im Cyberspace eine Zivilisation des Geistes erschaffen.
Möge sie humaner und gerechter sein als die Welt, die Eure
Regierungen bislang errichteten.

John Perry Barlow (barlow@eff.org)

Davos, Schweiz

8. Februar 1996

(Deutsch von Stefan Münker)

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Wie Politik funktioniert: Sonntags morgens um 9 nach dem 4ten Bier "ich glaub nicht, dass es richtig ist, aber es klingt logisch um diese Zeit"

birne

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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #1 am: November 18, 2007, 05:01:04 »

Nun,

*aus- und Luft hol*
(wer nur die Meinung lesen möchte *g*, der kann auch zum letzten Absatz runterscrollen)
schaut man sich den Text an und vergleicht ihn dabei mit der ursprünglichen "Declaration of Independence" so lassen sich natürlich viele Pallelen ziehen, was ja auch durchaus beabsichtigt sein dürfte.
Barlow schreibt natürlich im Stile des "heiligsten" der Amerikaner, um eine gewisse Wirkung zu erzielen. Er versucht hier also deutlich Teilnahme der Menschen an seiner Sache, also dem "Cyberspace" herzustellen. Ich bezweifle, dass ihm dies so sehr gelungen ist. Als Barlow den Text 1996 schrieb traf er sicherlich in der (damals noch deutlich kleineren) Welt des weltweiten Netzes auf eine gewisse Resonanz, aber hier vor allem deswegen, weil es diese Menschen etwas anging. Sie befassten sich ohnehin schon damit.
Und das ist auch elf Jahre später nicht wirklich viel besser geworden. Wer hätte sich, ohne dass Markus diesen Text gepostet hätte, Gedanken darüber gemacht, die weiter als bis zur Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung gehen? Und selbst diese Gedanken auch nur, weil sie in anderen Medien zur Genüge dargeboten wurden.
Der Mensch an sich ist ein Gewohnheitstier und nicht daran gewöhnt sich so sehr mit seiner Umwelt auseinander zu setzen. Das sieht man in der Politik als großes Überthema und das sieht man genauso im Kleinen, wie auch im Internet. Das gesellschaftliche Leben im Cyberspace, das Barlow in seiner Unabhängigkeitserklärung anspricht, ist lange genauso gewöhnlich wie das der wirklichen Welt. Auch Barlow dürfte '96 noch nicht geahnt haben, was eine Dekade später aus seinem "Cyberspace" geworden sein würde, zumindest in positives Hinsicht. In negativer Hinsicht verleiht er ja einigen Befürchtungen Ausdruck, die mittlerweile schon fast als visionär bezeichnet werden können, denn nicht wenig von dem, was er den Regierungen vorwirft und mit seinem Bild der "virtuellen Gesellschaft" abzuwehren versucht, ist heute lange Realität.
Grob lassen sich Barlows Befürchtungen und die dazu passenden eintretenden Pendants in vier Teile gliedern: Zuerst natürlich die Freiheit des Webs, dann die Kolonialisierung des Web durch die "alte" Informations-Industrie und die Beschneidung der Freiheit durch die Politik und die Gesetzgebung und zuletzt die Abgrenzung des Webs von der wirklichen Welt genau aufgrund dieser Restriktionen.
Der heutige Cyberspace ist deutlich von dem zu unterscheiden, den es noch 1996 gab. Ohne darauf näher eingehen zu wollen, kann und muss man aber doch konstertieren, dass das Web heute um ein Vielfaches größer, vielschichter und damit komplexer ist. Das führt zu gewissen Problemen innerhalb der Barlow'schen Gesellschaftslogik im Cyberspace. So wird sein Anspruch der Selbstbestimmung und der Regelung internen Konflikte durch die eigene Logik und das Selbstverständnis ad absurdum geführt z.B. durch Menschen, die dem Raum des Cyberspace nur beitreten um ihm oder den Personen darin oder auch der wahren Welt aus ihm heraus zu schaden (Bsp. Betrüger). Dass diese Dinge nicht nur von der Cyberspacegemeinschaft geklärt werden können, liegt auf der Hand, taucht aber so in Barlows Verständnis der Gesellschaft im Netz nicht auf.
Recht hat er natürlich mit seinen Befürchtugnen anlässlich der Kolonisalisierung des Webs. Kaum eine Seite mehr heute, auf der keine Werbung flackert oder die in irgendeiner Weise von der Informationsindustrie beeinflusst wird. Sicherlich hat sich auch diese "alte Industrie" weiterentwickelt zu einer modernen Informationsindustrie, die teilweise nur noch im Cyberspace anzutreffen ist und damit ihr gesamtes Geld verdient.
Dieses Aufdröseln könnte man durchaus noch weiter treiben, würde hier aber wahrscheinlich zu weit führen. Eingehen möchte ich allerdings dann doch noch auf das, was Barlow zum Thema Politik und Regierungen schreibt. Hier ist er ja der Meinung, dass die Exekutiven der Wirtschaftsnationen ihre Felle gewissermaßen im Internet wegschwimmen sehen, da sie hier keinen Einfluss haben und dieses, aus ihrer Sicht, Dilemma schnellestens beseitigen möchten. Ich gebe Barlow hier in soweit Recht, dass die Regierungen dies versuchen und das sogar massiv. Außerdem hat er meiner Ansicht nach auch damit Recht, dass die Regierungen da (und hier kommen wir zu den ersten Einschränkungen) weitestgehend kein Recht zu haben und auch (wie Barlow treffend formuliert) keine Möglichkeiten haben, dies zu tun.
Allerdings - und nun kommen wir allmählich dahin, was ich eigentlich bezwecke - muss man hier auch die Politik in Schutz nehmen. Sicherlich ist es so, dass die Staaten an gewissen Stellen - wie schon gesagt - kein Recht und keine Möglichkeit haben den Cyberspace zu beschränken oder zu kontrollieren, aber - das kann man Barlow hier kaum vorhalten, da es 96 noch nicht im gringsten in diesem Ausnaß abzusehen war - nun ist es ja nicht nur so, dass die wirkliche Welt ununterbrochen Einfluss auf die virtuelle nimmt und dieser Schaden will, so wie Barlow es darstellt. Durch die untrennbare Verknüpfung von realerund virtueller Welt, schon allein durch die Menschen die jeweils in beiden Welten existieren, ergibt sich keine einseitige, sondern eine wechselseitige Beziehung beider Welten. Heutzutage ist der Cyberspace kein zartes Pflänzchen mehr, dass einem derartigen Schutz aus sich selbst heraus bedarf, wie Barlow es mit der Erklärung anstrebt. Der Cyberspace ist ein gewaltiger Moloch geworden, eine Ansammlung so vieler Individuen, dass das Individuum an sich, genau wie in der realen Welt untergeht und alleine für sich kaum noch etwas Wert ist. Genau das Gegenteil von dem also, was Barlow schreibt und mit der Individualität meint. Des Weiteren (und damit komme ich nochmal auf die wechselseitge Beziehung zurück) sind die Staaten natürlich andersrum auch mit dem Cyberspace konfrontiert und müssen damit umgehen. Barlow lässt z.B. offen, was mit Verbrechen oder Straftaten passiert, die im Cyberspace begangen werden. Er blendet das Problem, das jede anarchische Gesellschaftsform (und nichts anderes fordert Barlow hier für den Cyberspace) hat: das Problem der Abwesenheit von Macht. Jeder im Cyberspace ist - nach Barlows Vorstellung - machtlos dem Anderen gegenüber. Dass das nicht funktionieren kann und Anarchie nicht umsonst als politische Utopie gilt ist klar. Wenn also der Staat zu einem gewissen Teil in den Cyberspace eingreift und hier einige ordnende und strukturkonstertierende Dienste wahrnimmt, so ist dagegen nichts zu sagen. Geht der Staat aber weiter, so ist schnell das Geschrei laut (und genau solches ist Barlows Text ja, auf sehr hohem Niveau allerdings).
Wenn man sich aber nun einmal die Beweggründe für die weiteren Eingriffe der Staaten ansieht und zumindest versucht diese zu verstehen (!) kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass die Staaten eben doch nicht nur machthungrige Gebilde sind, die alles an sich reißen wollen, sondern dahitner durchaus rationale und vernünftige Gedanken stecken. Über die Ausführung dieser Ideen lässt sich dann sicherlich trefflich streiten, aber der Schritt hin dazu, zumindest in Erwägung zu ziehen, dass die Regierung dem armen kleinen Bürger nicht per se nur Böses will und damit der Regierung zu unterstellen es seien alles alte verbitterte und falsch erzogene Menschen, dieser Schritt würde uns alle einen großen Schritt nach vorne bringen.
Um beim konkreten Thema zu bleiben kann man hier Rückbezug nehmen auf die Dinge, die Innenminister Schäuble jüngst in Anlauf genommen hat (die Vorratsdatenspeicherung ist ja nun durch und damit beschlossen (was übrigens keine großartig neuen Dinge bringt)). Jeder, der Schäuble vorwerfen möchte, er würde Nazimethoden verwenden, würde einen absolut gläsernen Bürger wollen und was weiß ich was alles, sollte sich einmal fragen, ob er wirklich dazu geeignet ist, eine solche politische Debatte zu führen. Als Bürger und damit als Person, die nicht in der Verantwortung steht für 83 Mio. Menschen sorgen zu müssen mag es schön fein und einfach sein, einfach mal etwas mit einem Handwischen abzutun und zu sagen: "Was is denn das für eine Scheiße?" Aber als Minister ist dieses mit Sicherheit nicht so einfach. Ich habe manchmal das Gefühl, dass dieser Gedanken in soclehn Debatten zu kurz komt ... aber ich schweife ab.
Kommen wir also zurück zur Wechselseitigkeit. Bedingt durch diese Beziehung, kann der Staat nicht anders, als in den Cyberspace einzugreifen, da er auch hier seine Interessen wahren muss. Ein Beispiel, dass nicht perfekt passt, aber zumindest das Prinzip verdeutlichen könnte, ist das der Botschaften eines Staates. Genau wie die BRD zur Wahrung ihrer Interessen in fast jedem anderen Staat eine Botschaft hat, muss der Staat auch im Cyberspace präsent sein. Da der Cyberspace weltumspannend ist, müssen demnach auch sämtliche Staaten der Erde irgendwie ihrer Interessen darin wahren. Klar ist, dass hier Probleme und Konflikte vorprogrammiert sind. Genau diese Konflikte werden ja gerade ausgetragen und dazu trägt auch der Text Barlows bei.

Die Idee der Anarchie, die Barlow in seinem Text vertritt ist sicherlich eine angenehme, aber keinesfalls eine realistische. Die Utopie der Anrchie mag zwar als Idee über dem Cyberspace schweben, aber wenn man ehrlich ist, kann man sie niemals erreichen oder auch nur erreichen wollen.
Das Internet, der Cyberspace oder besser die virtuelle Welt ist daher für mich ein Raum in der Welt, der sich nicht wesentlich von der realen Welt unterscheidet. Es gibt Regeln, denen man sich fügt, man schafft sich ein soziales Umfeld, es herrscht ein reger Austausch von Informationen. Eigentlich ist das sogar die perfekte Definition von "Internet": Das Internet ist Information. Das Internet ist Kommunikation. Das Internet ist ein Medium. Das Internet ist ein Bereich in der realen Welt, der außerhalb seiner selbst existiert und doch mittendrin ist. Eine Subkultur, die zum Teil den Regeln der Staaten der realen Welt gehorcht aber auch ganz eigene Regeln aufstellt, die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen vermag oder sie beschreibt und manifestiert. Das Internet ist eine zutiefst widersprüchliche Ansammlung von Dingen, Menschen, Informationen, die in ihrem multilateralen Zusammenspiel eine Faszination schaffen, die nur schwer von der realen Welt dargeboten werden kann, wenn man auf ihrer beider Gesamtheiten schaut. Das Internet ist voll von Machtlosigkeit und dennoch wohnt ihm eine Kraft inne, die sich in der realen Welt als Macht manifestieren kann. Das Internet produziert in sich selbst und nach Außen Dinge, die von Bedeutung sind und ihm gleiche Moment so unglaublich bedeutungslos. Das Internet ist ein Zerrspiegel der realen Welt, alles in ihm kann man auch außerhalb finden und umgekehrt. Das Internet ist. Es pulsiert in sich selbst und entwicklet eine Eigendynamik, die niemand, keine Person allein, keine Gruppe, kein Staat erfassen kann, geschweige denn Aufhalten oder groß Lenken. Das Internet bildet auf paradoxe Weise als modernstes Medium das ab, was einmal eine der ältesten Errungenschaften der modernen Politik war: Die Volksversammlung im alten Griechenland. Die nicht praktikable Idee alle Menschen auf einem Punkt zu versammeln erlebt im Internet ihre bis dato perfekteste Renaissance. Nur nutzen müssten man es auch dazu.
Für mich persönlich ist das Internet Anlaufpunkt für konkrete Informationen, zur Kommunikation mit Bekannten und Bekanntem und dem Kennenlernen neuer Dinge und Menschen. Des Weiteren kenne ich mittlerweile einige Personen über das Internet so gut, dass daraus auch im wahren Leben Freundschaften geworden sind, die zu pflegen eigentlich nur über das Internet möglich ist. Für mich ist das Internet ein Begleiter und Unterhalter, sowohl ernster als auch ausgelassener Natur.

Mal schauen, ob zu diesen ersten Gedanken noch was dazu kommt ... mfG birne
« Letzte Änderung: November 18, 2007, 12:18:26 von birne »
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #2 am: November 18, 2007, 17:53:03 »

"Schöne Illusion!" war mein erster Gedanke als ich den Text von Barlow gelesen hatte. Die Aussagen von Birne relativieren die Sache aber wieder und damit ist der Ton in diesem Forum nicht mehr so eindeutig anarchisch.

Zunächst einmal irrt Barlow schon bei Tatsachen seiner Erklärung. Es sollte mittlerweile bekannt sein, das das heutige Internet zumindest teilweise auf den Interessen des amerikanischen Militärs beruht, die eine ausfallsichere Kommunikationsplattform suchten. Darübehinaus sollte bekannt sein das über ICANN immer noch das amerikanische Recht schwebt und damit eine Kontrolle des Webs über die Amerikaner möglich wäre. Eine Änderung der Strukturen um diese "mögliche" Abhängigkeit abzuschaffen, ist erst vor relativ kurzer Zeit erneut gescheitert.

Dann einmal ist das Internet natürlich schon heute kein rechtsfreier Raum. Dazu brauch ich nur an die allseits bekannten Ablass-Mahnungen und Unterlassungserklärungen erinnern, an denen sich etlich Rechtsanwälte bereichern.
Andererseits möchte ich als Bürger auch nicht unbedingt einen rechtsfreien Raum, denn diese Gesetze schützen auch MICH.
Ich habe gerade heute darüber gelesen, das sich ein amerikanisches Mädchen vor etwa einem Jahr das Leben genommen hat - wegen Cyber-Mobbing. Nicht alles Neue ist automatisch auch gut.

Auch wenn es nicht so scheint, so ist das Web doch noch ein relativ neues Medium. Weder sind alle Möglichkeiten erforscht oder erfunden (meine eigene persönliche Ansicht und ich bin mittels Telekom seit BTX-Zeiten im Netz - kennt das überhaupt noch jemand), noch sind alle Wege so gut gepflastert das ich meine Kinder nicht ohne gehöriges Bauchgrimmen an die Tastaturen lassen wollte. Die Regeln des Miteinander im Web sind noch nicht allseits bekannt, üblich oder ausreichend definiert. Das ist mit jedem neuen Medium so. Auch die Firmen oder Ämter, die sich ins Netz trauen, sind sich dieses Mediums ausreichend sicher. Eine schnelle Antwort ist mir selbst bei Kommunikationsfirmen nicht sicher. Das diese Antwort dann auch noch verläßlich ist - habe ich bisher noch nicht erlebt.

Ich habe die Wirtschaftstheorien über den EINEN theoretischen Markt in der Schule gelernt. Aber das Web ist so groß. das es auch dort diesen einen Platz wo sich Angebot und Nachfrage treffen gar nicht gibt. Wer Erfahrung im Netz hat, weiß 2 Dinge
1. Du mußt wissen, wo Du suchen kannst
2. Du mußt wissen, wo Du vertrauen kannst

Das weiß man aber eben nicht, zumindest nicht ausreichend. Selbst Wikipedia (das anarchische Nachschlagewerk im Cyberspace) ist kein Garant des Wissens, da Betroffene oder ihre Beschäftigten gerne selbst dort Hand anlegen - zur Verbesserung der eigenen und zur Verschlechterung der gegnerischen Informationen.

Fazit: Barlows Gesetzentwurf ist die Phantasie eines Idealisten oder eines Träumers. Ich bleibe lieber in der Realität. Das Web hat unsere Welt verändert und es wird forstschreiten in der Veränderung. Wohin die Reise gehen wird? Ich weiß es nicht. Ich bin 50 und habe einiges selbst miterlebt. Ich bin Bestandteil der Änderung. Meine Eltern wissen von den bereits jetzt spürbaren Änderungen noch nichts. Sie werde es garantiert nicht mehr erleben, was das Netz alles kann. Ich weiß nicht ob ich es noch erlebe, aber die Erfahrung zeigt das das Netz mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit wächst. Mit Pröblemen aber eben auch mit Lösungen. Vielleicht werde ich noch miterleben wohin die Reise gehen wird, aber da hege ich noch meine Zweifel. Das Handy ist heute weitaus mehr in unser aller Leben eingebunden als dies für das Netz gilt.
Ich bin vorsichtig aber erwartungsvoll. Ich hoffe darauf, das es dem Menschen gelingt dieses Medium letztendlich doch mehr zum Mutzen als zum Schaden der Menschheit anzuwenden. Ich warne allerdings, denn Mißbrauch gab es bisher noch mit jeder menschlichen Erfindung!
« Letzte Änderung: November 18, 2007, 17:53:53 von Michael57 »
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #3 am: Dezember 30, 2008, 17:38:18 »

Vieleicht passt ja gerade dieses auf Wartower erschienene dazu.Wenn man sich die Meldung und das Patent ansieht erscheint es auf den ersten moment so als ginge es allein um Abzocke von Dollars.Genauer betrachtet geht es mehr darum auf die 3D Welt einfluss zu nemen und diese als alleiniger innerhalb einer Gesellschft zu beherschen.

Originaltext und Kommentare könnt ihr unter diesem Link-->http://www.wartower.de/forum/showthread.php?s=&threadid=630756 einsehen

Und Ihr meint Eure Tante wäre fies


Was hat eigentlich NCsoft zu Weihnachten bekommen? Hüttenschuhe? Wandtattoos? Visitenkartenhalter? Weit gefehlt, eine Patentklage. So verstößt NCsoft angeblich gegen ein Patent von Worlds.com, welches eine "Methode oder System schützt mit dem User in einer virtuellen Welt interagieren". Eingereicht im Jahre 2000 ist dem Patentprüfer wohl entgangen, dass Internetuser schon seit 1993 mit Kettensäge und Raketenwerfer im virtuellen Raum 'interagieren'. Naja, können ja nicht nur Einsteins auf Patentämtern arbeiten.

Zur allgemeinen Belustigung gibt es die Meldung hier-->http://www.virtualworldsnews.com/2008/12/worldscom-files-suit-against-ncsoft.html und das 'Patent' unter diesem Link-->http://www.google.com/patents?id=wv5-AAAAEBAJ&dq=7,181,690
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #4 am: Dezember 31, 2008, 08:37:24 »

Für mich ist das alles "visionäres Gewäsch", dem jeglicher Bezug zur Realität fehlt. Da war wohl eher "der Wunsch, der Vater des Gedankens", dass das Net eine heile Ersatzwelt für den Menschen sein sollte. Ist nie passiert, wird auch nie passieren! Der Mensch wird (meist zum Glück) immer wieder von der Realität eingeholt und eines besseren belehrt. Das hat der Kommunismus erlebt, jetzt gerade erlebt es der Kapitalismus und das Net war nie in der Position, an diese grosse "Erfindungen" anzuknüpfen. Es ist schon lange reglementiert und zum netten Spielzeug der Menschheit (zumindest für die Bessergestellten in der Welt) geworden, mehr aber auch nicht! Die beiden einzigen Fragen, die mir beim lesen solcher "menschlicher Gedankenkotze" in den Sinn kommen,sind: 1. Welche Drogen nimmt der?, und 2. Ob der mir welche abgibt?
Solche Menschen wie der Verfasser dieses Zeugs (Barlow? oder so, den Namen muss man sich wirklich nicht merken, oder?) sollten ganz einfach mal morgens um sechs aus dem Haus gehen, 3 oder 4 Stunden durch die Gegend laufen und sich die Welt mal etwas genauer anschauen. Er wird feststellen, das es ein Reallife gibt, dem das www in keinster Weise das Wasser reichen kann, nur sollte man davor eben keine Angst haben  :punk:.
Das waren ausschliesslich meine Gedanken zu dem Thema und sollten in keinster Weise jemanden aus diesem Forum beleidigen ( diesen Barlow hoffentlich schon, wenn er es mal liest ::D).
Euch anderen: "rutscht gut rüber, ins Jahr 2009". :punk:
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #5 am: Dezember 31, 2008, 16:37:33 »

@Seffe Das visionäre Gewäsch,dem der bezug zum RL fehlt,wie du sagst niommt immer mehr einfluss auf unser RL.Geh zum Arzt um dich untersuchen zu lassen..der schickt dich zu einem Fachartz.Die Daten der Untersuchung werden über das Net ausgetauscht.Du bist arbeitslos..es wird ein Persöhnliches Profil deines beruflichen könnens erstellt für arbeitgeber.Austausch der Daten über das Netz...Ich könnte 10 oder mehr Seiten füllen mit beispielen wie das Netz einfluss aud unser RL leben nimmt..wir ohne das Netz kaum mehr in der lange sind zu kommunizieren Weltweit.

Angefangen hat die Beeinflussung des Netzes in unser Realleben als man eine möglichkeit fürs Militär braucht um Daten sicher zu transportieren bei einem Atomschlag.Also wurde das Netz entwickelt..Richtig Rassant ging es mit dem Netz erst richtig los als man anfang der 80er Jahre die benutzung auch im Privaten bereich erlaubte.Zuerst benutzten Das Netz nur Wissenschaftler,hilfsmittel zu jener zeit um ins Netz zu kommen waren das Telefon und Akustikkoppler.Erst als es für Privatpersohnen wie Otto normalverbraucher erschwinglich wurde,dieser ebenfalls auf's Netz zuzgreifen konnte ging es rasant mit dem Netz voran.Das Netz unser Modernes WWW nahm immer mehr einfluss auf unser Realleben.Haben wir früher mit Freunden uns in der Kneipe oder im Restaurant getroffen,treffen wir uns heute im Netz.

Und wenn der Mensch nicht aufpasst und es zuläst,wird er eines Tages so abhängig vom WWW dem Netz sein,das er gar kein RL mehr hat.
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #6 am: Januar 01, 2009, 11:52:35 »

Die grösste Wahrheit liegt wohl in deinem letzten Satz! "Wenn wir es zulassen...". Der Mensch ist zur Zeit wohl das intelligenteste Wesen auf unserer Erde. Das gilt aber für jeden einzelnen Menschen. Jeder einzelne hat die Möglichkeit, sich von Dingen beeinflussen zu lassen oder gegen Ungerechtigkeiten etwas zu tun. Nur wir tun es meistens nicht, weil wir der Meinung sind: "Was kann ich schon verändern?" Von dieser Einstellung profitieren die Mächtigen unserer Welt( wer auch immer das sein soll). Irgendwann kommt aber der Tag, an dem diese Rechnung nicht mehr aufgeht, und die einzelnen Menschen sich zusammentun, um wieder mal etwas gerade zu rücken, es braucht halt seine Zeit. Es gibt genügend Beispiele in der Geschichte. Bezogen auf das Netz, es ist wohl noch jedem selber überlassen, wie stark er sich davon beeinflussen lässt und alle Dinge sind ja auch nicht gleich schlecht. Ohne www hätte ich ja die ganzen Leute hier nicht "kennengelernt", ich wäre aber auch nicht gestorben, wenn nicht ::D. Mein Leben spielt sich "draussen" ab und von mir aus können sie Daten über mich speichern, bis es ihnen langweilig wird. Sollte einer mal den Mut haben, mich dann direkt anzugreifen, also real, dann schau mer mal wie es ausgeht. Die "Gebildeten" versuchen ja uns Menschen alles was mit Körper und Gewalt zu tun hat, abzuerziehen, nur, jeder Mensch verspürt Schmerz und die meisten haben auch Angst davor, es ist und bleibt immer noch das grösste Druckmittel des Menschen, wie wir ja gerade wieder im Gaza Streifen sehen können.
Drum sag ich ja immer: " Ball flach halten, sonst gibts eine ins Essgeschirr!" und das wirkt bei 80% der Menschen :punk:. Immer erst draufhauen, danach diskutieren, das merkt sich auch ein Richter,Anwalt, Doktor,Lehrer,Politiker............usw. Der Mensch ist nun mal primitiv und bleibt es wohl noch auch ein paar Jahrhunderte und warum soll Gewalt nur etwas für die Politiker oder Reiche sein? ::D. Ups, mein alter Lehrer würde jetzt wieder sagen: "setzen,sechs, Thema verfehlt!" ::D.
Zurück zum diesem Barlow(wie auch immer). Ohne den zu kennen, behaupte ich mal, der hat nicht viel "Reallife" (zumindest nicht zum Zeitpunkt seines Geschreibsels) und sah im Web eine Möglichkeit für seine Existenz. Diese wollte er sich natürlich nicht von anderen reglementieren lassen und schrieb deswegen dieses seltsame Zeugs. Witzig ist nur, auch er ist nicht der "Herr des Webs" und deswegen auch nicht befähigt, irgendwelche Regeln aufzustellen. Und so isses dann auch geworden. Es hat nicht einmal die kleinste Mücke im Netz gejuckt, was er so gerne für das Netz gehabt hätte. Tja, damit dann wohl auch die A...Karte gezogen  :punk:.
Ich ziehe für mich diese Dinge aus dem Web, die ich für mich brauche. Games und Infos. Andere sollen von mir aus meine Schuhgrösse irgendwo abspeichern, wenn ihnen das den "Heidenspass" bringt. Aber ich sitze immer noch am nächsten am "Power off" Button :punk:
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Dar'kAs

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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #7 am: Januar 02, 2009, 12:27:24 »

Andere sollen von mir aus meine Schuhgrösse irgendwo abspeichern, wenn ihnen das den "Heidenspass" bringt. Aber ich sitze immer noch am nächsten am "Power off" Button :punk:

Ja schon...aber was nützt dir dein "Power off" Button, wenn irgendjemand beschließt, dir aus den Daten im RL einen Strick zu drehen? Was weiß ich...er kauft alle Schuhe dieser Größe auf?  >:D
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Seffe

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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #8 am: Januar 03, 2009, 01:08:19 »

:P, dann geh ich halt barfüssig durch die kalte Nacht ::D. Oder hau eine Kuh auf den Kopf und klau der die Füsse. Oder ich lerne stricken auf meine alten Tage und mach mir halt dicke Socken, irgend ne Lösung gibts immer  :punk:
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #9 am: Januar 03, 2009, 14:08:50 »

Die Kosten (auszustehender Schmerz, Zeit zum Stricken, Auswaschen des Blutes aus deinen Klamotten (Fußamputation bei der Kuh)) sind dann aber nicht ganz unerheblich.
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Seffe

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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #10 am: Januar 03, 2009, 15:31:16 »

Stimmt, das wird alles teuer! Aber ich bin eigentlich ein so liebenswerter Mensch, dass ich keine Feinde habe, die mir so etwas antun, ergo, hab ich keine Angst, dass mir so was passiert. Das einzige vor dem ich Angst habe, dass mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte  ::D.
Und wegnehmen können sie mir auch nicht viel. Wennste nichts hast, dann haste am wenigsten Sorgen  :punk:.
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Renegade53

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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #11 am: Januar 03, 2009, 21:08:47 »

Komen wir doch zurück zum Thema ;)

Das moderne Netz,das WWW, steht doch für leichte und schnelle information,auf die wir alle gerne zurückgreifen.Und darin liegt doch die eigentliche gefahr des Netzes " Leicht und Schnell " was eine gelungene Verführung zum leichtsinn beinhaltet.Wir dei schon etwas betagter sind >:D kennen die gefahren und beachten sie..aber die wenigsten Jugentlichen sind sich dieser Gefahr nicht bewusst und geraten in die Fänge des Netzes und verlieren auf dauer die Realität zu RL.

Warum kann sowas passieren??Aus dem einfachen grund weil es die Gesellschaft nicht warhaben will das diese Gefärdung vorhanden ist.Junge Menschen keine grosse Auswahl an anderen Möglichkeiten der beschäftigung im RL leben haben.Wenn sie das glück haben eine ausbildung zu bekommen,diese erfolgreich beenden,haben sie aber keine Garantie auf nachfolgende Arbeit.Bestenfalls für ein halbes bis 1 Jahr nen Vertrag..danach arbeitlos.Was bleibt aus Geldmangel? Das Netz mit all seinen Möglichkeiten,da das meiste dort kostenlos ist,aber das RL mit hohen Koste verbunden ist.

Wird sich daran was ändern?? Wohl kaum,da die mächtigen der Welt,gerade von solchen Menschen im Netz leben und es ihnen egal ist das sich junge Menschen wegen dem Netz umbringen,Junge Menschen von Sexualstraftätern im Netz aufgespürt und mit falschen versprechungen im RL missbraucht werden.Solange es Geldgier und das Ausüben von Macht über das Netz von wenigen ausgeübt wird,wird sich daran nichts ändern.Die einzige möglichkeit wäre,eine umfassende immer wiederkerende aufklärung aller das Netz benutzende,um eine Sensibilisierung der Gefahren zu erreichen.
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Dar'kAs

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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #12 am: Januar 04, 2009, 10:25:07 »

Medienkompetenz heißt hier ein Stichwort. Und ja: Hier sind vor allem die Eltern gefragt. Dazu gehört erstens, dass die Eltern genügend Interesse an ihrem Kind haben, und manchmal bekomme ich das Gefühl, dass genau dieses fehlt. Darüber, dass Eltern im Moment etwas hilflos vor ihren Kindern stehen, muss man nicht diskutieren. Der Absatz der Erziehungsratgeber spricht da Bände. Zu diesem Interesse gehört da allerdings der zweite Punkt: Die Eltern selbst benötigen Medienkompetenz. Da fängt eben damit an, dass sich Eltern mit den Kindern gemeinsam vor den Fernseher setzen und vermitteln, was dort abgeht. Und es hört nicht damit auf, dass ich meinem Kind bestimmte, von Fachmagazinen kritisch beurteilte Seiten im Netz sperre. Nein...Erwachsene müssen sich eigentlich wirklich damit auseinandersetzen. Das Problem ist eben, dass es nicht wenige gibt, die eine gewisse Scheu verspüren, sie haben eben eine ganz andere Sozialisation durch. Und wie soll man das auch mache, wenn man den ganzen Tag arbeitet, angespannt ist und die Kinder dann auch noch was wollen? Ist es da nicht viel bequemer, die Kinder abzuladen und selbst kurz zu entspannen? Oder den Haushalt zu machen? Beim Fernseher haben die Eltern wenigstens noch mitbekommen, was lief...sie konnten eingreifen, vermitteln. Aber im www.? Schriftgröße 30 ist da sicherlich keine Lösung.
Zumal die Eltern irgendwann überhaupt kaum noch Einflussmöglichkeiten auf ihre Kinder haben, bzw. ihren Einfluss nicht abschätzen können. Ein kindlicher Trotz gehört dazu, aber auch die spätere Entwicklung dahin, dass sich Kinder an ihrer Peergroup, ihren Altersgenossen orientieren und sich von ihren Eltern abgrenzen wollen. Bis dahin, dass sie das genaue Gegenteil von dem machen, was die Eltern wollen und für das Beste empfinden. Jugendliche brauchen in der Zeit ganz starke Reize und glücklich kann sich der schätzen, der 'coole' Eltern hat. Jüngere Eltern haben es da sicher einfacher als ältere....so viel zu der Diskussion über Frauen, die mit 40 das erste Mal Mutter werden.
Und natürlich müssen Eltern genügend Anreize außerhalb des Netzes bieten. Wenn es im RL nichts gibt, was die Kinder dort hält, ist das Netz immer die einfachste Lösung. Mir persönlich hat es geholfen, aber es ist immer eine Gratwanderung.
Mit genügend Engagement kann viel gemacht werden. Aber wo findet man das heutzutage noch? Ich bin gespannt, wie ich das hinbekomme.
Aber nicht nur Kinder und Jugendliche sind gefährdet. Auch Erwachsene erliegen allzuleicht den Verführungen. Es ist ja nun hinreichend bekannt, dass bei Suchtgefährdeten bestimmte Hormone vermehrt produziert werden. Da ist es egal, ob Zigarette, Handy oder www.
Wer kennt nicht die Geschichte vom Familienvater, der nicht mehr vom www. wegzubekommen ist? Wer hat keine Onlinebekanntschaft, die fast ständig im Netz hängt? Und was ist mit dem Arbeitslosen, der sich nur ablenken will und seit Ewigkeiten nichts gefunden hat? Alle konzentrieren sich auf die Jugendlichen...aber was passiert mit dem Kind, dessen Vater die ganze Zeit wow zockt? Es kann zu Abgrenzungsreaktionen kommen, aber wie wahrscheinlich ist das, wenn die Klassenkameraden ebenfalls wow spielen und das somit cool ist?

Edit: Das kleine Geplänkel mit Seffe war übrigens auch OnTopic. Das Netz beeinflusst uns ja auch, wenn wir uns davon abkapseln.
« Letzte Änderung: Januar 04, 2009, 10:26:21 von Dar'kAs »
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #13 am: Januar 07, 2009, 00:30:31 »

Und nu mal ein aktuelles Beispiel, pro Net. Am Sonntag Abend wurde mein Dad leider mit ner Herzattacke ins Krankenhaus eingeliefert, bewusstlos. Er wurde vor 16 Jahren am Herzen operiert, Bypass. Die Leute in unserem regionalen Krankenhaus hatten die Unterlagen der Uniklink Freiburg (dank Inet) innerhalb weniger Minuten parat und wussten somit genau, wo die besagten Bypässe lagen und konnten dementsprechend handeln. Vor noch etwa 15 Jahren (+/- 1 oder 2 Jahre) wäre diese Möglichkeit nicht vorhanden gewesen und mein Dad wäre heute nicht mehr da. Ich bin dankbar für das Net und die Leute, die solche wichtigen Daten speichern und innerhalb von Minuten versenden können. Es ist nicht alles schlecht am Netz und es gibt bestimmt noch tausende von positiven Argumenten für das speichern von wichtigen Daten. Jede Medaille hat nu mal eben zwei Seiten und das is gut so, dann gibts auch immer eine gute Seite, in diesem Sinne  :punk:.
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Re: Macht? oder Macht! Was ist das Internet für euch?
« Antwort #14 am: Januar 07, 2009, 10:42:22 »

Zuerst einmal wünsche ich deinem Dad baldige genesung.

Ich verteufel das Netz nicht..Ich sehe sowohl die gute als auch die schlechte Seite des Netzes.Und solange es Menschen gibt die immer wieder vor den Gefahren des WWW warnen und aufzeigen wo es versteckte Fallen gibt,wozu jeder einzelne benutzer beitragen kann,wird es ein ausgewogenes Netz sein und Bleiben.

Mit all dem Guten und Bösen wozu der Mensch nun mal Fähig ist..Das Raubtier Mensch kennt nur einen Feind..sich selbst.
« Letzte Änderung: Januar 07, 2009, 10:43:37 von Renegade53 »
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